Bei Cloisonné entscheidet ein einziger Blick auf die Drähte über alles. Ich habe in über 30 Jahren gelernt, eine grobe Exportvase von einer musealen Namikawa-Arbeit in Sekunden zu unterscheiden. Genau diese Erfahrung lege ich kostenfrei in Ihre Einschätzung.
Ankauf Cloisonne
Cloisonné Ankauf in München und Bayern
Ob feine Meiji-Arbeit oder Qing-Vase: Wir kaufen Cloisonné aus München und ganz Bayern an, diskret und mit sofortiger Zahlung.
Cloisonné verkaufen - Zellenschmelz richtig einschätzen lassen
Emaillearbeiten aus China und Japan
Cloisonné, der Zellenschmelz, gehört zu den Objektgruppen, bei denen Laien am häufigsten falsch liegen - in beide Richtungen. Gerade in einer Erbschaft oder bei einer Nachlassauflösung möchten Sie wissen, was die geerbten Stücke wirklich wert sind, ohne ein bedeutendes Objekt unter Wert wegzugeben. Eine unscheinbare Vase kann eine kaiserliche Qianlong-Arbeit sein, eine prächtig wirkende ebenso gut grobe Massenware des 20. Jahrhunderts. Beim Cloisonné Ankauf zählt nicht der erste Eindruck, sondern die Feinheit der gelöteten Stege, die Qualität der Emaille und die Signatur. Wir kaufen einzelne Stücke wie ganze Sammlungen an und sagen Ihnen ehrlich, in welche Klasse Ihr Objekt gehört.

Tipp:
Die Feinheit der Drähte verrät die Klasse - wir lesen sie sicher.

1) Woran erkennt man den Wert von Cloisonné?
Was unterscheidet feine von grober Emaillearbeit?
Der Wert von Cloisonné entscheidet sich vor allem an der Feinheit und Dichte der Drähte. Beim Zellenschmelz werden hauchdünne Stege - die namengebenden Cloisons - aus Draht auf einen Metallkorpus gelötet, die entstehenden Zellen mit farbiger Emaille gefüllt, gebrannt und planpoliert. Je feiner, dichter und gleichmäßiger das Drahtwerk, desto höher die handwerkliche Klasse. Diese Technik ist klar abzugrenzen von Champlevé (Grubenschmelz), bei dem die Vertiefungen direkt in den Metallkorpus gegraben werden, und von plique-à-jour, dem durchscheinenden "Fenster"-Email ohne Trägerplatte.
Weitere Wertfaktoren sind die Emaillequalität - gesucht sind Stücke ohne Blasen, Risse oder Ausbrüche -, eine saubere Feuervergoldung der Ränder und Standflächen, eine eindeutige Signatur sowie der Erhaltungszustand. Bei der Materialbeurteilung gelten ähnliche Sorgfaltsregeln wie bei Jade und Hartsteinschnitzereien: Was Laien als Schaden lesen, kann Altersspur sein - und was wie Patina wirkt, manchmal moderne Übermalung.
Wir kaufen Einzelstücke ebenso wie ganze Sammlungen - und zahlen sofort.
2) Der häufigste Bewertungsirrtum bei Cloisonné
Grobe Exportware oder feine Meiji-Arbeit?
Der teuerste Irrtum beim Cloisonné ist die Verwechslung von grober Massenware mit feinen kaiserzeitlichen oder Meiji-Stücken - und die Drahtfeinheit verrät fast immer die Klasse. Im späten 19. und im 20. Jahrhundert wurde Cloisonné in großen Mengen für den Export gefertigt: dicke, unregelmäßige Drähte, kräftige aber unsaubere Farben, häufig blasige Emaille. Solche Stücke sind dekorativ, aber im Wert begrenzt.
Dem gegenüber stehen die feinen Arbeiten, bei denen die Stege so dünn und dicht gesetzt sind, dass die Zeichnung beinahe wie gemalt wirkt. Japanisches Cloisonné der Meiji-Zeit ist technisch oft feiner als chinesisches - die Spitzenmeister Namikawa Yasuyuki und Namikawa Sosuke erreichten eine Drahtfeinheit und Emailletiefe, die heute museal gehandelt wird. Wer hier nur "alt und bunt" sieht, verschenkt unter Umständen ein Vielfaches. Dieselbe Sorgfalt empfehlen wir bei verwandten japanischen Kunstobjekten der Meiji-Zeit, wo Signatur und Werkstatt den Wert ebenso prägen.

Kostenlose Ersteinschätzung per Foto, kostenfreie Besichtigung in ganz Bayern.
3) Gutachten oder Direktankauf?
Warum sich ein teures Gutachten meist nicht lohnt
Für die meisten Verkäufer ist der Direktankauf der bessere Weg als ein kostenpflichtiges Gutachten. Ein schriftliches Gutachten kostet Geld, dauert und endet doch nur mit einer Zahl auf Papier - verkauft ist damit nichts. Beim Direktankauf prüfen wir Ihr Cloisonné selbst, sagen Ihnen offen, in welche Klasse es gehört, und machen Ihnen ein verbindliches Angebot.
Weil wir selbst ankaufen und nicht nur vermitteln, fällt keine Auktionsprovision an und es gibt keine Wartezeit auf den nächsten Katalogtermin. Sie zahlen nichts für die Einschätzung, die Anfahrt ist kostenfrei, und am Ende steht ein konkreter Preis statt einer abstrakten Schätzung. Bei Unsicherheit über die Echtheit asiatischer Emaille- und Keramikobjekte hilft oft schon ein Foto - wie auch beim chinesischen Porzellan.
4) Welche Cloisonné-Stücke sind besonders gesucht?
Welche Epochen und Meister erzielen die besten Preise?
Am stärksten gesucht sind feine kaiserzeitliche chinesische und museale japanische Meiji-Arbeiten. In China beginnt die große Tradition in der Ming-Zeit: Stücke der Jingtai-Periode gaben dem Cloisonné den Namen "Jingtai Lan" ("Jingtai-Blau"). Kaiserliche Qing-Arbeiten, besonders aus der Qianlong-Ära, gelten als Höhepunkt - Vasen, Räuchergefäße und Schalen mit dichtem Drahtwerk und satter Vergoldung.
Auf japanischer Seite sind die Meiji-Meister entscheidend: Namikawa Yasuyuki steht für höchste Drahtfeinheit, Namikawa Sosuke für die fast gemäldehafte schattierte Emaille. Signierte, makellose Stücke dieser Werkstätten erzielen die höchsten Preise. Gefragt sind außerdem große, technisch anspruchsvolle Formen und seltene Farbtöne. Senden Sie uns gern ein Foto - über das Kontaktformular erhalten Sie unsere kostenlose Ersteinschätzung.
5) Wie läuft der Ankauf ab?
Wie kommen Sie in drei Schritten zum Verkauf?
Der Ankauf läuft in drei einfachen Schritten ab - von der ersten Einschätzung bis zur sofortigen Zahlung. Erstens senden Sie uns Fotos Ihres Cloisonné, möglichst auch von der Unterseite und einer eventuellen Signatur; daraus geben wir Ihnen eine kostenlose erste Einschätzung. Zweitens vereinbaren wir einen kostenfreien und unverbindlichen Besichtigungstermin in München oder bei Ihnen vor Ort in ganz Bayern.
Drittens erhalten Sie ein verbindliches Angebot - bei Annahme erfolgt die Zahlung sofort und diskret, ohne Makler, ohne Auktionshaus, ohne Wartezeit. Einzelstücke und komplette Sammlungen oder Nachlässe kaufen wir in einem Schritt an. Bei bedeutenden Sammlungen kommen wir auch deutschlandweit.




6) Provenienz und Herkunft
Warum die Geschichte eines Stücks den Wert beeinflusst
Eine nachvollziehbare Provenienz steigert den Wert eines Cloisonné spürbar, weil sie Alter, Echtheit und mitunter eine prominente Vorbesitzerkette belegt. Bei Emaillearbeiten ist die Datierung allein am Objekt anspruchsvoll, da feine Techniken über Jahrzehnte gepflegt wurden - alte Sammlungsetiketten, Ausstellungs- oder Kaufbelege und Familiengeschichte werden so zu echten Wertfaktoren.
Bewahren Sie deshalb alles auf, was zum Stück gehört: alte Schachteln, Holzkästen, Rechnungen, Briefe. Auch wenn Ihnen die Herkunft unklar ist, hilft jeder Hinweis bei der Einordnung. Gleiches gilt für gemischte Nachlässe, in denen Cloisonné neben anderen asiatischen Kunstobjekten liegt - wir sichten und bewerten alles in einem Termin.


